Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Sebastianstr. 21, 10179 Berlin
Der Arbeit der Combatants for Peace ist auch das vierte Heft 2016 von israel & palästina des diAk als Kalender für das Jahr 2017 gewidmet.

… links und rechts von Jerusalem …
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Sebastianstr. 21, 10179 Berlin
Der Arbeit der Combatants for Peace ist auch das vierte Heft 2016 von israel & palästina des diAk als Kalender für das Jahr 2017 gewidmet.
Der Spaziergang erinnert an Wilfrid Israel, den letzten Direktor des ehemals berühmten Berliner Kaufhauses „N.Israel“. Es stand vom 19. Jahrhundert an direkt gegenüber vom Berliner Rathaus, im heutigen Nikolaiviertel. Dieses Kaufhaus ist heute kaum noch bekannt. Das gilt auch für Wilfrid Israel, der die leitende Rolle im elterlichen Kaufhaus in den 1920er vor allem aus Verantwortungsgefühl übernahm. 1899 in London geboren, wurde er schon in jungen Jahren Pazifist und trat für einen Sozialismus auf der Basis eines genossenschaftlichen Gemeinwesens ein. Menschen in Not zu helfen wurde für Wilfrid Israel schon früh zu einem Bedürfnis: so unterstützte er kurz nach dem Ersten Weltkrieg Menschen, die in Deutschland in Not geraten waren und beteiligte sich an einer Hilfskampagne für die Opfer der Hungerskatastrophen in Sowjetrußland.
Mit: Martin Forberg (MA Neuere Geschichte; Dozent und freier Journalist)
Sonntag, 07.05.2017 14:00 – 16:00
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldung erforderlich
http://calendar.boell.de/de/event/ein-menschenfreund-auf-den-spuren-von-wilfrid-israel-berlin-3

Von Martin Forberg ist im März der auf der Leipziger Buchmesse vorgestellte „Kleine Text“ 80 über Wilfrid Israel erschienen.
Wir freuen uns sehr, unsere Autorin Viola Raheb zur Anerkennung der Doktorwürde am Lehrstuhl für Religionswissenschaft/Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Wien beglückwünschen zu können.
Bei AphorismA sind von Viola Raheb erschienen:
Nächstes Jahr in Bethlehem. Notizen aus der Diaspora (124 Seiten – ISBN 978-3-86575-037-2, 2. erw. und aktualisierte Auflage, 2011)
Zugvögel. Eine lyrisch-musikalische Reise nach Palästina (Hörbuch) (gemeinsam mit Marwan Abado)
Geboren zu Bethlehem. Notizen aus einer belagerten Stadt (154 Seiten – ISBN 978-3-86575-152-2 – 3. Auflage, 2004, vergriffen)
Eine Pressemitteilung im Rahmen der Debatte um ‚Human Remains‘ im kolonialen Kontext, der auch das 2015 bei AphorismA erschienene Buch Die Kontinuität des Genozids von Florian Fischer und Nenad Cupic nachgeht.
Vor dem Hintergrund aktueller Debatten um Human Remains aus kolonialem Kontext hat Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät Hamburg, im Jahr 2016 das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Medizinhistorische Museum Hamburg beauftragt, zu prüfen, ob sich auch in Sammlungen des UKE Human Remains aus kolonialem Kontext befinden.
Nun liegen erste Ergebnisse vor. Identifiziert wurden unter anderem sechs menschliche Schädel aus Afrika, die aus dem 20. Jahrhundert stammen, darunter auch einer vom Volk der Herero. Soweit möglich sollen die menschlichen Schädel in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden. Hierfür steht der Dekan der Medizinischen Fakultät im Austausch mit der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung.
„Oberste Priorität hat für uns die Rückführung der identifizierten Human Remains. Die sterblichen Überreste sind weder in einer wissenschaftlichen Sammlung noch in einem Museum korrekt aufgehoben. Aber auch für jene Human Remains, die von Bevölkerungsgruppen stammen, die heute kein politisches Gehör finden, muss es eine Lösung geben. Unser Wunsch ist, gemeinsam mit Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft einen würdigen Ort für das Gedenken an die deutsche Kolonialvergangenheit Hamburgs zu finden“, sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg und Mitglied des Vorstands des UKE.
Die ganze Pressemitteilung findet sich hier.
Liebe Freunde,

Im Katalog zum Frühjahrsprogramm bei AphorismA finden sich Neuerscheinungen aus der Reihe der Kleinen Texte, die neueste Nummer des Magazins israel&palästina, der Roman Wadi Milech sowie der Photoband zum Projekt ‚Zelt der Völker‘. Ebenso findet sich einiges Lesenswertes aus der Backlist.

Zurück von der Leipziger Buchmesse 2017 – im Gepäck viele Gespräche mit interessiertem Publikum, Diskussionen am Stand und sechs Buchvorstellungen unserer Autor(innen) (von denen einige die Gelegenheit zur Signierstunde nutzten). Vielen Dank an das Messeteam und die Veranstaltungsorte von „Leipzig liest“ – es waren fünf inspirierende und spannende Tage im Schnelldurchlauf!
Einige Impressionen vom Messestand und den Lesungen:
Orna Akad: Wadi Milech
Roman. Aus dem Hebräischen übertragen von Uri Shani
ISBN 978-3-86575-041-9 | 274 S. | 15,00 € | AphorismA Berlin 2017
Erscheint am 21. März 2017

Wir trauern um Ernst-Otto Czempiel. Mit ihm verliert die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung ihren Gründungsvater und langjährigen spiritus rector. Er war der Doyen der deutschen Friedensforschung und wird der Politikwissenschaft fehlen.
Obwohl sich Prof. Dr. Ernst-Otto Czempiel – im Institut und darüber hinaus kurz als E.O. bekannt – bereits 2008 aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hatte, hinterlässt sein Tod eine große Leere. Er war für uns alle ein inspirierender, pointiert denkender und politisch engagierter Diskussionspartner, für viele ein verantwortungsbewusster Doktorvater und für manche ein wundervoller Freund. Er bestimmte wissenschaftliche Debatten weit über die Grenzen der Friedensforschung hinaus und wurde für viele auch in der Politik und in der Gesellschaft ein intellektueller Referenzpunkt.