„Die Familie lebt nach vier Prinzipien, erklärt Daoud. ‚Erstens: Wir weigern uns, Opfer zu sein. Nur so kommen wir aus der Defensive. Zweitens: Niemand kann uns zum Hass zwingen. Drittens: Wir handeln anders. Unser Glaube steht im Zentrum unseres Widerstandes. Und viertens: Wir glauben an Gerechtigkeit.‘ Das sind die vier Pfeiler das gewaltlosen Widerstandes.“ http://www.rp-online.de/…/bethlehem-die-philosophie-des-wei…
Soeben ist der neue Kleine Text 73 erschienen – zum ersten Mal in einer zweisprachigen, deutsch-ukrainischen Fassung.
Aleida Assmann ergründet in ihrem Vortrag, wie sich Geschichte in den städtischen Raum einschreibt und manifestiert, gleich einem Palimpsest, mehrfach überschrieben, umkämpft, verändert und erneuert. Wer knüpft (noch) Erinnerungen an solche Räume und wer hat Deutungsmacht und Einfluß auf dieses öffentliche Gedächtnis, das Straßenzügen, Häusern und Gegenständen anhaftet, so sie denn zu lesen sind? Diese Fragen verweisen uns auf den Zusammenhang von Raum, Zeit, Gedächtnis und Identität.
In einem Nachwort ordnet die Übersetzerin und Germanistin Oxana Matiychuk die Überlegungen Assmanns exemplarisch in Geschichte und Gegenwart der früheren Literaturmetropole Tscherniwzi/Czernowitz ein.
Mit Photos von Wolodymyr Huzul http://aphorisma.de/catalog/das-gedaechtnis-der-stadt-p-9892.html
Aus gegebenem Anlaß erinnern wir an die Mondfahrten aus unserem Programm. Reisen in die Seele eines unterbelichteten Planeten namens USA, so der Untertitel, scheinen seit dem gestrigen Ergebnis der US-Präsidentenwahl ein Stück schwieriger, jedoch nicht weniger notwendig.
Doch geht es in Markus Franz‘ Erkundigung weniger um die glücklicherweise vergänglichen Präsidenten und Politiker(innen), als um die unverwüstliche Kultur des Landes der Planwagenfahrer, denen nicht mal der Mond zu weit weg erscheint. Wer sich fragt, was geht mich das an, hat vielleicht nichts von der jüngsten Weltwirtschaftskrise mitbekommen, die sich Amerikaner damit zu erklären scheinen, daß eine böse Immobilienkrise unverhofft vom Himmel gefallen ist.
Aber kann es sein, daß die Krise auch eine überfällige Folge der amerikanischen Kultur ist, ihrer Oberflächlichkeit, ihrer Verschwendung und ihrer Brutalität? In 37 bissigen und humorvollen Kurztexten beschreibt Franz ein Land auf dem absteigenden Ast. http://aphorisma.de/catalog/mondfahrten-p-6169.html
The 2015 Olof Palme Prize is awarded to the Palestinian Pastor Dr. Mitri Raheb, and the Israeli journalist Gideon Levy , for their courageous and indefatigable fight against occupation and violence, and for a future Middle East characterized by peaceful coexistence and equality for all. By their work they both give a ray of hope to a conflict that has plagued and continues to plague millions of people and to endanger world peace.
As preacher and Pastor in the Lutheran church, Mitri Raheb sends a clear message to the young generation of Palestinians: “We want you to live, not die, for Palestine.” In a Bethlehem confined on three sides by the walls of the occupying Israeli power, and with Dar al-Kalima University College of Arts and Culture that he founded and his innovative artistic education in film, art, and drama, Raheb has made it possible for young people to investigate their Palestinian identity, to nurture beauty, and to invest in a culture of life as tools for a creative resistance against suffocating confinement and towards nation building.
Gideon Levy is working for peace and reconciliation by means of a passionate search for truth and a fearless faith in the victory of reason in a region infested by prejudice and violence, propaganda and disinformation. With parents who were forced to emigrate from Nazi-occupied Czechoslovakia, and as a true patriot, he has made reconciliation with the Palestinian people the mission of his life. Constantly criticized, and having his life threatened, Gideon Levy wants to remind us of Israel’s moral blindness to the consequences of war and occupation, which he sees as a danger to Israel itself.