Leipziger Buchmesse 2022 wird abgesagt

Nach 2020 und 2021 wird nun leider auch die Messe in diesm Jahr abgesagt

Die Leipziger Buchmesse 2023 findet vom 23. bis 26. März statt.

Leipziger Buchmesse 2022 findet nicht statt

Der Wunsch nach einem persönlichen Treffen auf der Leipziger Buchmesse war riesengroß. Doch zahlreiche Absagen von Aussteller:innen innerhalb der vergangenen Tage führten dazu, dass die erwartete Qualität und inhaltliche Breite einer solchen großen Publikumsmesse nicht mehr gewährleistet ist. Aus diesen Gründen hat die Leipziger Messe in Einvernehmen mit dem Beirat entschieden, den Messeverbund aus Leipziger Buchmesse, Manga-Comic-Con, Leipzig liest und Antiquariatsmesse vom 17. bis 20. März 2022 abzusagen. Die nächste Leipziger Buchmesse findet vom 23. bis 26. März 2023 statt.
 
„Wir haben uns sehr gefreut über das Signal der Politik, Messen und Kongresse endlich wieder zu erlauben. Wir danken für dieses große Vertrauen, auch in pandemischen Zeiten, Veranstaltungen sicher umsetzen zu können“, so Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Leider sehen sich viele Aussteller und Ausstellerinnen aufgrund der Unwägbarkeiten der Pandemie aktuell nicht in der Lage, für eine solch große Publikumsveranstaltung zuverlässig zu planen. Das führte kurzfristig zu vielen Absagen. Daher haben wir uns jetzt schweren Herzens entschieden, die Leipziger Buchmesse nicht durchzuführen. Diese Absage ist der Besonderheit der Dimension der Veranstaltung geschuldet und gilt nicht für andere Messen und Kongresse der Leipziger Messe.“
 
„Die Branche hat uns klare Zeichen gegeben, die Messe mit aller Kraft zu ermöglichen – bis zuletzt haben wir um eine Durchführung gerungen“, so Buchmessedirektor Oliver Zille. „Leider führt jedoch die volatile pandemische Lage zu personellen Engpässen bei sehr vielen Aussteller:innen. In Abstimmung mit dem Beirat haben wir uns entschieden, die Veranstaltung abzusagen. Wir danken allen Aussteller:innen für ihr Vertrauen in die Leipziger Buchmesse sowie unserem treuen Publikum.“
 
„Die Absage der Leipziger Buchmesse ist ein schwerer Schlag für die Branche. Die Messe wäre für das Buch und alle, die dafür und davon leben, sehr wichtig gewesen. Nun fehlt den Verlagen und ihren Autor:innen einmal mehr jene so langersehnte Bühne“, so Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. „Die letzten Tage haben gezeigt, dass sich viele Verlage durch die Unplanbarkeit der Omikron-Variante dennoch außerstande sehen, eine feste Zusage zu geben. Wir danken all jenen Verlagen, die den Umständen zum Trotz zur Messe gekommen wären und haben zugleich Verständnis für alle, die sich dagegen entschieden haben. Mein großer Dank gilt außerdem der Politik, die das Stattfinden der Messe möglich gemacht hätte sowie Oliver Zille und seinem engagierten Team. Wir teilen die Enttäuschung aller Buchmenschen und freuen uns darauf, im Frühjahr 2023 endlich wieder in Leipzig zusammenzukommen.“
 
Aufgrund der kurzen Vorlaufzeit wird in diesem Jahr kein digitales Alternativprogramm umgesetzt.
 
Ausgewählte Preisverleihungen wie der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung am 16. März sowie der Preis der Leipziger Buchmesse am 17. März finden statt und werden gestreamt. Details werden zeitnah bekannt gegeben.
 

Vorgänge Nr. 233 | Heft 1/2021

Johannes Feest und Sebastian Scheerer zur letzten Veröffentlichung von Reiner Bernstein

Der würdigende Hinweis in Publikationsorgan der Humanistischen Union schließt:

„Im letzten Kapitel finden sich die Eckpunkte des jüngsten Manifestes zur ganzen Angelegenheit – ‚Two States-One Homeland‚. Auch dieses ist, wie schon die Genfer Initiative, aus den Zivilgesellschaften von Israelis und Palästinensern hervorgegangen.(*) Und hierin liegt wohl die Bedeutung des Lebenswerkes von Reiner Bernstein und zugleich sein Vermächtnis: alle Kräfte zu sammeln, um einen Sinneswandel in Deutschland herbeizuführen und zu einer friedlichen, gewaltfreien Lösung des Konflikts beizutragen. Sei es mit oder ohne Zwei-Staaten-Lösung.“

(*) https://www.alandforall.org/english/?d=ltr

vorgänge Nr. 233 (1/2021), S. 145/146

Reiner Bernstein:
Allen Anfeindungen zum Trotz. Meine Bilanz.


AphorismA Verlag: Berlin 2021, 60 Seiten, € 10,00

Yom HaShoa | 2021

Zum heutigen Tag, der im hebräisch-jüdischen Kalender der Tag der Erinnerung an die Shoa ist, teilen wir, was unser Autor Mati Shemoelof aus diesem Anlaß gepostet hat:


#HolocaustRemembranceDay
A musical reading of the poem –„Ich bin juden dicthar“ –

A jam i did with the musician Gidi Farhi in the German radio Deutschlandfunk Kultur studio

The poem was published in my seventh poetry book that was translated into German „Bagdad | Haifa | Berlin“ (AphorismA Verlag 2019).

Eine musikalische Lesung des Gedichts ′′ Ich bin juden dicthar ′′ – Ein Jam, den ich mit dem Musiker Gidi Farhi im Studio von Deutschlandfunk Kultur gemacht habe.

***

Das Gedicht erschienen in seinem siebten Gedichtband: ′′ Bagdad | Haifa | Berlin ′′ (2019).

Aus der Bilanz wurde ein Vermächtnis

Gerade hatten wir ihm, der schon schwer erkrankt war, noch seine neue Veröffentlichung zugeschickt: Allen Anfeindundungen zum Trotz.

Der Text, der eine Bilanz des lebenslangen Bemühens von Dr. Reiner Bernstein um Verständigung in und mit Israel und Palästina ist, wurde durch den Tod den Autors am 18. Februar 2021 zu seinem Vermächtnis:

„Kein Friede für Israel, ohne Friede für die Palästinenser.
Kein Frieden für die Palästinenser, ohne Frieden für Israel.“

Allen Anfeindungen zum Trotz -Bilanz

Wahrscheinlich…

freut sich der Autor noch mehr auf sein Buch, als der Verlag.

Aber immerhin, heute konnte Mati Shemoelof die Postkarten für sein Buch in Empfang nehmen, jetzt sind es nur noch ein paar Tage…

2019 | 15 Jahre AphorismA

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Wir freuen uns auf das neue Jahr:
Auf der Leipziger Buchmesse wollen wir den deutschen Erstling unseres Autors Mati Shemoeloff (Zweimal 36 Gedichte) vorstellen, es erscheint ein Band zu arabischer und hebräischer Kalligraphie (Musik für die Augen) und von O. Zakariya Keskinkilic erscheint ein Band ‚Die Islamdebatte gehört zu Deutschland‘
Und gerade ganz neu aus der Druckerei liegt vor: Christian Theology in the Palestinian Context mit Beiträgen von 17 Autoren und Autorinnen aus dem Heiligen Land…
Herzlich willkommen bei AphorismA – schauen Sie rein – besondern natürlich in unsere Bücher….
 

"Deutlicher Fortschritt, aber mit Handicaps"

Lesenswerter Artikel mit Stellungnahmen von Winfried Nachtwei, der die Leitlinien und den Prozeß gut zusammenfaßt.
Von Winfried Nachtwei sind im AphorismA Verlag erschienen:
Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung (Reihe: Kleine Texte 22)
KT-22_Titel  Heft_70_Titel
Zivile Konfliktbearbeitung in der deutschen Außenpolitik (Reihe: Kleine Texte 70)

Zur Verabschiedung von Mitri Raheb als Pfarrer der Lutherischen Weihnachtsgemeinde in Bethlehem

Dank und gute Wünsche für die zukünftige Arbeit…
Mitri Rahebs letzter Gottesdienst als Pfarrer der Lutherischen Weihnachtsgemeinde in Bethlehem findet sich auch auf Youtube (ab Minute 24):
https://www.youtube.com/watch?v=Zw5xjX7QX58&feature=youtu.be
Die englische Übersetzung der Predigt findet sich untenstehend oder als PDF.
„Zur Verabschiedung von Mitri Raheb als Pfarrer der Lutherischen Weihnachtsgemeinde in Bethlehem“ weiterlesen

Im Gedenken an Sr. Abraham

Kirsten Stoffregen Pedersen (* 26.2.1932 + 30.5.2017)

Manchmal konnte sie einen, fast entrüstet, von unten herauf, ansehen und fragen: „Wie, den kennst Du nicht?“.

In der Tat, es soll Menschen geben, die nicht wie Sr. Abraham, jeden und jede in der Heiligen Stadt kannten… in ihrer Stadt, in der Stadt, die seit der Mitte der 1960er Jahre ihr zur neuen Heimat, zur eigentlichen Heimat geworden war.

Aus einem lutherischen, dänischen Elternhaus führte ihr Weg in die katholische Kirche, dann zu den schwedischen Brigittinerinnen, eine Zeit, schmerzlich beendet in der Umbrüchen im Umfeld des Vaticanum Secundum, schließlich nach Jerusalem und dann auf den Ölberg.

Sei es im Engagement für die christlichen Studierenden an der Hebräischen Universität, sei es in der (akademisch-interreligiösen) Rainbow Group in Jerusalem, in der Ecumenical Fraternity, sei im Dienst an der Äthiopisch-orthodoxen Kirche in Jerusalem, sei es in Tantur…, sei es … und sei mit den vielen Besucherinnen und Besuchern der Stadt, nicht zuletzt aus ihrer dänischen Heimat, denen sie die Vielfalt und den Reichtum der Stadt erschloß, …. in Jerusalem, dem irdischen, wie nun im Himmlischen, war sie Zuhause.

Wer kannte die äthiopische Psalmenexege, das Thema ihrer Dissertation, besser, wem waren die vielen christlichen Traditionen der Stadt besser vertraut als ihr? In welche Sprache konnte sie nicht kommunizieren, nicht nur Ge’ez und Amharisch, Latein natürlich, Griechisch, Hebräisch – die Sprachen des Kreuzes -, Dänisch, Schwedisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch … und die Liste ginge weiter.

Mit dem Mount Zion Award ausgezeichnet, dessen Preisgeld ihr endlich in ihrer Klause auf dem Ölberg, warmes Wasser brachte, waren ihr solche äußeren Zeichen nicht wichtig: Aber ihre Mitgliedschaft in einer Vereinigung für das Priestertum der Frau, ihr Eintreten für ein selbstbestimmtes Leben, für eine Kirche der Geschwisterlichkeit, für den Reichtum der Bildsprache der Ikonen, so ganz eigen und Besonders in ihren Nachschöpfungen der äthiopischen Ikonen lebendig gemacht… das war Sr. Abraham. Sie ist ein Teil der Stadt geworden, sah sich in einer langen Tradition von pilgernden Menschen, die in ihr ‚hängengeblieben‘ waren, angekommen an ihrem Ort und mit einem Recht jenseits von ‚Recht‘, dort auch zu bleiben… Das dies möglich sein sollte und möglich bleiben müsse, war ihr immer wichtig.

Es ließ sich trefflich mit ihr streiten, hart und fair, gerade über aktuelle palästinensische Theologie zum Beispiel, aber mit einem weiten Herzen und mit tiefer Sorge um den Mitchristen, die Mitchristin, den Mitmenschen jedweden Glaubens.

Wir haben oft zusammen auf dem Ölberg gefrühstückt, nach der Messe am Morgen klangen die lateinischen Gesänge nach…, Sr. Abraham hat mir manche Tür aufgeschlossen in dieser Stadt, erschlossen besser gesagt, schon seit Anfang der 1990er Jahre war sie AphorismA verbunden, als Autorin und auch mit ihren äthiopischen Ikonen. Nach der französischen Geschichte des christlichen Jerusalem, ist eine englische Ausgabe fertig gestellt, sie hat sie nicht mehr selbst fertig prüfen können, sie herauszugeben bleibt ein Vermächtnis.

Ähnlich wir P. Düsing, dem im Jahr 2000 verstorbenen Freund Jerusalems aus dem Münsterland, war es auch Sr. Abraham an ihrem Lebensende nicht vergönnt, im irdischen Jerusalem zu bleiben, krankheitsbedingt wurde sie in ihre alte Heimat Kopenhagen zurückgeholt. Aber auch dort, wie auch auch hier, bleibt der Satz aus dem Ps 87 wahr:

Wir sind alle Bürgerinnen
und Bürger Jerusalems.

Dereinst dürfen wir es alle in jenem Jerusalem sein, in das sie jetzt schon heimgekehrt ist. Wie wenigen vergönnt, war sie es auch hier auf Erden schon: Zuhause in Jerusalem!

Rainer Zimmer-Winkel

*
Am Dienstag der Pfingstoktav (5. Juni 2017) wurde in der Kirche Unserer Lieben Frau in Næstved die Totenmesse gelesen; anschließend wurde ihr Leichnam zur Kremierung gebracht.

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Bei AphorismA sind von Sr. Abraham /  Drin. Kirsten Stoffregen Pedersen erschienen:
Die äthiopische Kirche von Afrika bis nach Jerusalem. 2000 Jahre afrikanisches Christentum.
AphorismA Verlag Trier, 3. Auflage 1998
(Kleine Schriftenreihe des Kulturvereins AphorismA – Band 21)
Les Chrétiens en Saint Terre
AphorismA Verlag Berlin 2008 | 2. ed.
Äthiopische Ikonenpostkarten
Vier Postkarten mit äthiopischen Ikonen sowie vier Briefumschlägen, in einer wiederverschließbaren Klarsichthülle, mit Begleitblatt.