Czernowitzer Poesie

Die Berliner Zeitung hat eine Serie begonnen, in der die Schriftstellerin Tanja Langer kleine Porträts von Dichterinnen und Dichtern aus Czernowitz versammelt. Den Anfang macht dabei Itzig Manger, der Prinz der jiddischen Ballade, wie es über ihn hieß.

Straßenpflaster in Czernowitz 2019
Straßenpflaster im heutigen ukrainischen Czernowitz (Chernivtsi)

„My dear Roisele“, so die Briefanrede Mangers an Rose Ausländer, auch eine Czernowitzer Dichterin. So lautet deshalb auch der Titel eine Buches über Jiddische Dichter der Bukowina, das es bei AphorismA gibt.

Umschlag Jiddische Dichter aus der Bukowina

Nie wieder

Wir erinnern an die Synagoge (heute) Fraenkelufer in Berlin, erbaut von Alexander Beer, die in der Nacht vom 9./10. November 1938 geschändet und zerstört wurde.

DIe Erinnerungen seiner Tochter Beate Hammett an die Flucht im Kindertransport nach England gibt es bei uns als Buch: Schritte über den Abgrund – Aufbruch am Ufer. 978-3-86575-064-8 | shop.aphorisma.eu: 100_064

Nie wieder.

… mit zur Sonne blickenden Augen

Assaad Kattan: Libanonbuch 2020
Texte zum libanesischen Aufstand vom 17. Oktober 2019 | Softcover | 70 S. | 10,00 €

Wir freuen uns über das Interessse an unserer Neuerscheinung:

Assaad E. Kattan, seines Zeichens Professor für orthodoxe Theologie an der Universität Münster/W. hat hier seine Kolumnen aus dem letzten Jahr zusammengestellt, die ursprüglich in der arabischen Presse im Libanon erschienen sind: Einfühlsame Nachzeichnung der freiheitlichen Regungen im Libanon, von denen sich Assaad Kattan erhofft, daß sie zum Ausgangspunkt radikaler Veränderungen bis hin zur Etablierung von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit im Nahen Osten werden.

Prof. Georges Tamer von der Universität Erlangen-Nürnberg ordnet die Beiträge in seiner Einleitung in die aktuelle Entwicklung des Libanon ein.

Der Band bringt dazu eine Auswahl von Graffiti aus dem heutigen Beirut.

Assaad Elias Kattan:
… mit zur Sonne blickenden Augen.
Texte zum libanesischen Aufstand vom 17. Oktober 2019

Mit einem Vorwort von Geroges Tamer.
Bildbeigaben aus der Sammlung Akram Reyess (Beirut)
Berlin (AphorismA) 2020 | Softcover | 70 S. | 978-3-86575-091-4 | 10,00 €

Weitere Veröffentlichung des Autors

Von Assaad E. Kattan ist bei AphorismA schon erschienen und noch lieferbar:
Qasem Schneider in Beirut. Geschichten mit Migrationshintergrund.

Zu Ehren Paul Celans

Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier hat am 2. November – soweit es die Corona-Bedingungen zuließen – mit einem Kulturabend einen Dichter deutscher Zunge geehrt, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre und vor 50 Jahren in Paris den Tod fand: Paul Celan. Seine Gedichte, seine Texte stehen wir wenige andere für die Brüche und Wege deutscher Idenität im 20. Jahrhundert. Die Rede des deutschen Staatsoberhauptes läßt sich sich hier nachlesen und herunterladen.

Rede_BP_Paul-Celan-Abend_3.11.2020 Herunterladen

Cornelia Geißler in der Berliner Zeitung ist zuzustimmen, daß es schön wäre und wichtig, nicht nur diese Rede, sondern die ganze Veranstaltung online zugänglich zu machen … das Bundespräsidialamt hat ja noch Zeit, vielleicht bis zum 23. November, seinem Geburtstag!

Zu Celans Geburtsstadt Czernwitz /Cernauti ein kleiner Hinweis auf passende AphorismA -Publikationen:

Neu-alte Peripherie. Die Vielfalt Europas in der Ukraine

und

KT 73 | Aleida Assmann: Das Gedächtnis der Stadt.

Schritte über den Abgrund

Unsere Neuerscheinung – Schritte über den Abgrund – Aufbruch am Ufer:

Die Erinnerungen von Beate Hammett, der Tochter des Architekten Alexander Beer, von dem die Pläne für die zerstörte Synagoge stammen, gelang 1939 die Flucht im Kindertransport nach England. Ihre Erinnerungen daran liegen jetzt in Deutsch vor und verbinden sich in dem neuen Buch mit dem Projekt Aufbau am Ufer, das die (Wieder)Errichtung der Synagoge betreibt.

64 Seiten | Hardcover mit Beilagen | 978-3-86575-064-8 | 15,00 € | Bestellen

Schritt über den Abgrund

Erinnerungen an einen Kindertransport – Über eine kommende Publikation bei AphorismA

S. S. Manhattan, United States Lines - AphorismA Verlag 2020
Das Schiff, mit dem hunderte Kinder im Zuge der Kindertransporte im Zweiten Weltkrieg nach Groß Britanien gebracht wurden.

Eindrucksvoll mag ein solches Bild auf den einen oder anderen wirken. Da kommen Reisegedanken und Fernweh auf – wobei doch seine Geschichte ein so anderes Bild vermittelt.

Mit eben jenem Schiff wurden hunderte Kinder während des Zweiten Weltkrieges über den Ozean, fort von Ihren Familien in der Heimat nach Großbritannien gebracht, auf engem Raum einer ungewissen Zukunft entgegen.

In dem bald erscheinenden Band „Schritt(e) über den Abgrund“ erzählt die Tochter des Architekten Alexander Beer, Beate Hammett, von ihren Erinnerungen an den Kindertransport und erhält damit nicht nur die Geschichte am Leben, sondern hilft zugleich dem Aufbauprojekt der Synagoge Fraenkelufer, die ihr Vater als Architekt gebaut hatte und im Zuge der Reichspogromsnacht geschändet wurde.

Aufbruch am Ufer heißt das Projekt und setzt ein Zeichen für eine neue und interkuturell offene Sichtbarkeit jüdischen Lebens im Herzen der deutschen Gesellschaft.

Videobeitrag mit Georg Röwekamp

Mitte der Welt oder Schmutziger Winkel
Georg Röwekamp, Schmutziger Winkel oder Mitte der Welt

Anfang Mai diesen Jahres erschien in unserem Verlag eine neues Heft aus der Reihe ‚Kleine Texte‘.
Mitte der Welt oder Schmutziger Winkel?“ unter dieser Fragestellung schreibt Georg Röwekamp über die Lokalisierung und Bedeutung Jerusalems. Das geichnahmige Heft analysiert den augenscheinlichen Widerspruch zwischen der kartographischen Darstellung Jerusalems und der gleichzeitigen, abfälligen Kritik. Wie es zu diesem Phänomen kam, ob es angesichts unseres modernen Weltbildes noch eine Bedeutung hat und, ob der Lage Jerusalems gar eine theologische Bedeutung innewohnt, läßt sich im Heft Nr. 86 der Kleinen Texte nachlesen.

Wer jedoch zuvor einen genaueren Eindruck von Autor und Text bekommen möchte, kann sich nun auf eine weitere Lesung bei AphorismA freuen. Der Autor Georg Röwekamp ist am kommenden Sonntag aus Jerusalem in unserem Videobeitrag zu sehen, er berichtet über sein Heft und führt in die Lektüre seines Textes ein.

Hören Sie gerne hinein auf unserem Instagram-Account und lassen Sie sich von einer beeindruckenden Kulisse überraschen!

Georg Röwekamp
Schmutziger Winkel oder Mitte der Welt
Gedanken zur Lokalisierung und Bedeutung Jerusalems
Berlin (AphorismA) 2020 | Kleine Texte 86 | Bestellen
978-3-86575-586-5 | 45 (3) S. | 5,00 €

‚Stimmen‘ – Das neue i & p ist da!

i&p 1/2020 Stimmen

Vor wenigen Tagen erschien in unserem Verlag das neue Heft der Zeitschrift des diAk israel & palästina. Es trägt den Titel ‚Stimmen‘ – äußern sich doch in den unterschiedlichen Texten Autor(inn)en zu der aktuellen Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen in Israel und Palästina, sowie auf den Nahostkonflikt, sowie zu den politischen Entwicklungen der letzten Monate.

Drei große Themen stehen im Mittelpunkt dieses Heftes: Beginnend mit dem dritten Wahlgang in Israel und der damit verbundenen erneuten Regierungsbildung Netanyahus und außerdem der Ankündigung Netanyahus die mit Unterstützung der US-amerikanischen Adminstration vorangetriebenen Pläne zur Annexion der Siedlungen der Westbank, trotz internationaler Proteste, weiter zu verfolgen. Und schließlich die Debatte in Deutschland um den kamerunischen Politikwissenschaftler Achille Mbembe, welche zu einer Kontroverse um Antisemitismus und Postkolonialismus führte.

Zu diesen Themen, sowie einigen weiteren, können Sie sich im neuen Heft belesen.
Werfen Sie außerdem gerne bereits einen Blick in das Inhaltsverzeichnis:

i&p, diAk, 1/2020
israel & palästina, 1/2020 | Stimmen | diAk

israel & palästina 1/2020 | Zeitschrift für Dialog
Stimmen
978-3-86575-377-9 | 106 S. | 10,00 Euro
Herausgegeben vom diAk e.V.
Israel | Palästina | Deutschland – zusammen denken
Erschienen im Juni 2020 | bestellen

Information zum Verkaufspreis

1. Juli – 31. Dezember 2020

Liebe Kundinnen und Kunden,

Im zweiten Halbjahr 2020 sinkt der ermäßigte Steuersatz von 7 auf 5%. Für den Buchhandel mit seiner Buchpreisbindung ist der Aufwand, die Preise in diesem Zeitraum zu senken hoch, unsere Kleinen Texte etwa würden dann 4,91 € kosten, unser Standardpreis von 15,00 € auf 14,72 € sinken.

Wir haben uns entschlossen, den Verkaufspreis in diesem Halbjahr nicht zu senken und zu Jahresbeginn 2021 wieder anzuheben, sondern wir werden am Ende des Jahres 2020 den gesparten Steueranteil an eine gemeinnützige kulturelle Einrichtung spenden.

Wir hoffen, daß Sie als Kunden und Kundinnen für diese Entscheidung Verständnis haben.

Worte als beste Freunde

Mati Shemoelof, Bagdad Haifa Berlin, AphorismA

Interview mit Mati Shemoelof – Worte als beste Freunde

Wie bereits in den vergangene Wochen ein Interview mit unserem Autor Erez Majerantz, mit seinem Buch „Das Leben an sich ist das geringste aller übel„, bei Artstories Berlin veröffentlicht wurde, so empfehlen wir in dieser Woche eine weiteres Gespräch zwischen Norbert Kron und dem Dichter Mati Shemoelof mit seinem Gedichtband „Bagdad Haifa Berlin„. Dieses ist sowohl auf Youtube, als auch auf Instagram nach zu sehen und zu hören und bietet neben Einblicken in das Privatleben und die Hintergründe Mati Shemoelofs außerdem die Möglichkeit ihn einige seiner Texte lesen zu hören.

„Ich bin Juden Dichtar“: This is how Mati Shemoelof’s first poem in „broken german“ begins and we suddenly feel that this is a poetic program not only of his first bilangual poetry book „Bagdad. Haifa. Berlin“ but also of his living and writing since the Israeli poet, writer and activist has moved to Berlin, six years ago. Mati and I have met shortly after and I’ve always been impressed by his great artistic spirit, his family history, his engagement in bridge building between the cultures. With his mizrachi, oriental jewish background (his grandparents coming from Iraq and Syria) he raised his voice as a citizen of Haifa in the innerjewish debate of Israel. Now living in Kreuzberg, together with his german wife (a real Berliner!) and their little daughter, Mati discovers new aspects of his jewish identity. At the same time he has established an artistic dialogue between the middle eastern community in Berlin, writers, musicians, artists from Israel, Iran, Syria and many other places who perform their art at the „Poetic Hafla“. In our conversation I wanted to listen to Mati Shemoelof’s story and, of course, to his poetry.

Norbert Kron, Artstories Berlin, https://www.instagram.com/norbert_kron_artstories/

So berichtet er davon, was es heißt ein jüdischer Araber in Berlin zu sein, erzählt von seiner Familie, der Ehe mit einer ‚echten‘ Berlinerin. Er erzählt vom Schreiben und den Worten, die er als seine besten Freunde bezeichnet und den drei Sprachen Deutsch, Arabisch und Hebräisch – was sie für ihn und seine Lyrik bedeuten.

Mati Shemoelof, Bagdad Haifa Berlin
Mati Shemoelof, Bagdad Haifa Berlin, AphorismA

Mati Shemoelof
Bagdad Haifa Berlin
Berlin (AphorismA) 2019 | 978-3-86575-076-1
92 S. | Hardcover mit Leseband | 15,00 € | Bestellen – Order