Yom HaShoa | 2021

Zum heutigen Tag, der im hebräisch-jüdischen Kalender der Tag der Erinnerung an die Shoa ist, teilen wir, was unser Autor Mati Shemoelof aus diesem Anlaß gepostet hat:


#HolocaustRemembranceDay
A musical reading of the poem –„Ich bin juden dicthar“ –

A jam i did with the musician Gidi Farhi in the German radio Deutschlandfunk Kultur studio

The poem was published in my seventh poetry book that was translated into German „Bagdad | Haifa | Berlin“ (AphorismA Verlag 2019).

Eine musikalische Lesung des Gedichts ′′ Ich bin juden dicthar ′′ – Ein Jam, den ich mit dem Musiker Gidi Farhi im Studio von Deutschlandfunk Kultur gemacht habe.

***

Das Gedicht erschienen in seinem siebten Gedichtband: ′′ Bagdad | Haifa | Berlin ′′ (2019).

Neuer Newsletter verschickt

In der Osternacht haben wir endlich wieder einen Newsletter verschickt:

Von Tod und Hoffnung, er kann auch hier im Netz nachgelesen werden, wir freuen uns natürlich über Reaktionen – auch nach der Osteroktav.

Jerusalemer Defintion des Antisemitismus

Ende März 2021 wurde die von einer internationalen Gruppe von Wissenschaftler:innen erarbeitete Definition der Öffentlichkeit vorgestellt:

Antisemitismus ist Diskriminierung, Vorurteil, Feindseligkeit oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden als Jüdinnen und Juden (oder jüdische Einrichtungen als jüdische).

Hier die deutsche Fassung mit den dazugehörenden Leitlinien

Zum Hintergrund:

In 2020, a group of scholars in Antisemitism Studies and related fields, including Jewish, Holocaust, Israel, Palestine and Middle East Studies, came together under the auspices of the Van Leer Jerusalem Institute to address key challenges in identifying and confronting antisemitism. During a year of deliberations, they reflected on the use of existing tools, including the working definition adopted by the International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), and its implication on academic freedom and freedom of expression.um

Noch mehr – nötige – Arbeit!

Ozan Zakariya Keskinkiliç als Mitglied in der Berliner Kommission gegen antimuslimischen Rassismus berufen

… und wir freuen uns, auch wenn es schöner wäre, daß diese Arbeit nicht nötig wäre.

Unser Autor Ozan Zakariya Keskinkiliç („Die Islamdebatte gehört zu Deutschland„) wurde als Mitglied in die Expertenkommission berufen, die Berlin als erstes Bundesland eingerichtet hat. Ziel sei, das Handeln von Politik und Verwaltung auf den Prüfstand zu stellen und bis zum Frühjahr 2022 konkrete Empfehlungen für die Politik zu erarbeiten.

Bei AphorismA erschien von ihm ein für diese neue Arbeit einschlägiger Titel:

Rechtspopulismus und antimuslimischer Rassismus im (post-)kolonialen Kontext. 150 Seiten | Softcover | ISBN 978-3-86575-078-5 | 15,00 €

Weitere Mitglieder sind Zülfukar Cetin von der Evangelischen Hochschule Berlin, Sanem Kleff von der Kampagne „Schule ohne Rassismus“ und Yasemin Shooman vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). Das Islamforum der Integrationsbeauftragten entsendet zudem Lydia Nofal und Mohammed Hajjaj in das Gremium.

Musik für die Augen

Wir blättern in den Büchern, die wir in den letzten Jahren machen konnten:
Das heutige Zitat stammt aus dem 2018 bei AphorismA erschienenen Band
„Musik für die Augen – Schrift als Wahrnehmungsraum“, der besonders durch die Kalligraphien von Shahid Alam zu Tora, Bibel und Koran besticht.

AphorismA – ISBN 978-86575-072-3 – 164 S. – 10,00 € Schutzgebühr (Hardcover)

Aus der Bilanz wurde ein Vermächtnis

Gerade hatten wir ihm, der schon schwer erkrankt war, noch seine neue Veröffentlichung zugeschickt: Allen Anfeindundungen zum Trotz.

Der Text, der eine Bilanz des lebenslangen Bemühens von Dr. Reiner Bernstein um Verständigung in und mit Israel und Palästina ist, wurde durch den Tod den Autors am 18. Februar 2021 zu seinem Vermächtnis:

„Kein Friede für Israel, ohne Friede für die Palästinenser.
Kein Frieden für die Palästinenser, ohne Frieden für Israel.“

Allen Anfeindungen zum Trotz -Bilanz

Czernowitzer Poesie

Die Berliner Zeitung hat eine Serie begonnen, in der die Schriftstellerin Tanja Langer kleine Porträts von Dichterinnen und Dichtern aus Czernowitz versammelt. Den Anfang macht dabei Itzig Manger, der Prinz der jiddischen Ballade, wie es über ihn hieß.

Straßenpflaster in Czernowitz 2019
Straßenpflaster im heutigen ukrainischen Czernowitz (Chernivtsi)

„My dear Roisele“, so die Briefanrede Mangers an Rose Ausländer, auch eine Czernowitzer Dichterin. So lautet deshalb auch der Titel eine Buches über Jiddische Dichter der Bukowina, das es bei AphorismA gibt.

Umschlag Jiddische Dichter aus der Bukowina

Nie wieder

Wir erinnern an die Synagoge (heute) Fraenkelufer in Berlin, erbaut von Alexander Beer, die in der Nacht vom 9./10. November 1938 geschändet und zerstört wurde.

DIe Erinnerungen seiner Tochter Beate Hammett an die Flucht im Kindertransport nach England gibt es bei uns als Buch: Schritte über den Abgrund – Aufbruch am Ufer. 978-3-86575-064-8 | shop.aphorisma.eu: 100_064

Nie wieder.

… mit zur Sonne blickenden Augen

Assaad Kattan: Libanonbuch 2020
Texte zum libanesischen Aufstand vom 17. Oktober 2019 | Softcover | 70 S. | 10,00 €

Wir freuen uns über das Interessse an unserer Neuerscheinung:

Assaad E. Kattan, seines Zeichens Professor für orthodoxe Theologie an der Universität Münster/W. hat hier seine Kolumnen aus dem letzten Jahr zusammengestellt, die ursprüglich in der arabischen Presse im Libanon erschienen sind: Einfühlsame Nachzeichnung der freiheitlichen Regungen im Libanon, von denen sich Assaad Kattan erhofft, daß sie zum Ausgangspunkt radikaler Veränderungen bis hin zur Etablierung von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit im Nahen Osten werden.

Prof. Georges Tamer von der Universität Erlangen-Nürnberg ordnet die Beiträge in seiner Einleitung in die aktuelle Entwicklung des Libanon ein.

Der Band bringt dazu eine Auswahl von Graffiti aus dem heutigen Beirut.

Assaad Elias Kattan:
… mit zur Sonne blickenden Augen.
Texte zum libanesischen Aufstand vom 17. Oktober 2019

Mit einem Vorwort von Geroges Tamer.
Bildbeigaben aus der Sammlung Akram Reyess (Beirut)
Berlin (AphorismA) 2020 | Softcover | 70 S. | 978-3-86575-091-4 | 10,00 €

Weitere Veröffentlichung des Autors

Von Assaad E. Kattan ist bei AphorismA schon erschienen und noch lieferbar:
Qasem Schneider in Beirut. Geschichten mit Migrationshintergrund.