Deutsche Bundesregierung erkennt offiziell Massenmord an Herero und Nama in früherer Kolonie Deutsch-Südwestafrika als Genozid an

Zum ersten Mal hat die deutsche Bundesregierung die Massaker an den Herero und Nama in der früheren Kolonie Deutsch-Südwestafrika zwischen 1904 bis 1908 in einem offiziellen Dokument als Völkermord eingestuft. Gleichwohl ergeben sich daraus keine unmittelbaren Rechtsfolgen oder Entschädigungszahlungen. Die taz. die tageszeitung heute dazu mit einem Artikel: https://taz.de/Bundesregierung-zum-Herero-Massaker/!5322681/
Der letztes Jahr zur Leipziger Buchmesse erschienene Band von Florian Fischer und Nenad Cupic beschreibt anhand des Beispiels des deutschen Genozids im heutigen Namibia, daß von Deutschland zu verantwortende Völkermorde nicht erst Mitte des 20. Jahrhunderts auftreten, sondern mit 500 Jahren europäischer Expansion und Ausbeutung verbunden sind.
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Aus der Einleitung: 

Kolonialismus nimmt im deutschen Gesellschaftsdiskurs und der kollektiven Vorstellungswelt einen marginalen Platz ein. Die offizielle deutsche Kolonialgeschichte mag vielleicht kurz und für das kollektive historische Bewusstsein der deutschen Gesellschaft bisher recht folgenlos erscheinen, gleichwohl war sie deutlich länger und folgenschwerer, als vielfach gedacht. Zudem war sie von einer Brutalität, einer Grausamkeit und einem Ausmaß an Gewaltentgrenzung geprägt, daß sie alles andere als folgenlos für die betroffenen Menschen und Länder war. Wenn wir uns mit den Bildern beschäftigen, mit den ‚Kadavern in unserem Kopf‘, mit den Zusammenhängen, die hinter dieser Geschichte stehen, kommen wir nicht umhin, den Spuren und Verbindungslinien nachzugehen, die sich aufgrund der Gemeinsamkeit der Alltäglichkeit von Brutalität und dem ‚Ausrotten‘ nach Plan ziehen lassen. Auch Deutschland hatte einen bedeutenden Anteil an kolonialen Genoziden, lange vor dem Nationalsozialismus.
Das vorliegende Buch ist ein Entlanggehen auf den Spuren dieser Verbindungslinien. Gedanklicher Ausgangspunkt ist der „Tabubruch“ bzw. das „Zivilisationsunglück“[1], das mit der Shoa assoziiert wird. Der Schwerpunkt dieser Spurensuche liegt auf dem Völkermord an den Herero und Nama in der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika von 1904-1908. Unsere These ist, daß die ‚Barbarei‘ als Synonym für das Massenmorden nicht nur als Ausdruck und als Effekt der ‚Moderne‘ zu denken sind, sondern als deren Grundlage, als das Fundament auf dem die westlich-europäische Zivilisation aufgebaut ist. Die erkenntnisleitende Frage lautet daher: Welche Kontinuitätslinien bestehen zwischen dem Genozid an den Herero und Nama im kolonialen Namibia und der Shoa und den nationalsozialistischen Völkermorden?
[1]      Gerwarth & Malinowski 2007 u. Platt 1996, 17.

 

A Call for Love in the Face of Hatred: Rabbi Lerner’s talk at Muhammad Ali’s Memorial

Ein Mitschnitt des bewegenden Nachrufs von Rabbi Michael Lerner auf der Gedenkzeremonie von Muhammad Ali (Cassius Clay). Momentan arbeitet AphorismA an der Veröffentlichung von Lerners letztem Buch Embracing Israel/Palestine. Diese kann als Patin oder Pate unterstützt werden

Untenstehend findet sich ein Einleitungstext, der bei Tikkun veröffentlicht wurde – dem Magazin, dessen Herausgeber Lerner ist.
Quelle: http://www.tikkun.org/nextgen/27711
„A Call for Love in the Face of Hatred: Rabbi Lerner’s talk at Muhammad Ali’s Memorial“ weiterlesen

Einen gesegneten Ramadan!

 
Unseren muslimischen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Ramadan!
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Übrigens liest Angela Grünert, die Mitautorin des dargestellten Buches Ramadan, in Kürze wieder in Berlin: 08.Juli um 19.30 im Cafe/Buchhandlung/Antiquariat Morgenstern, Schützenstraße 54
12165 Berlin/Steglitz

Flugschriften vier erschienen!

Die Reihe fliegender Botschaften setzt sich fort!
In seiner am 29. Januar 2016 im Schwedischen Parlament gehaltenen Dankesrede anläßlich der Verleihung des Olof Palme-Preises, den er zusammen mit Gideon Levy erhielt, setzt sich unser Autor Mitri Raheb, Pastor an der Evangelischen Weihnachtskirche in Bethlehem und Präsident von Diyar Consortium مجموعة ديار , auseinander mit den Bedingungen des zivilen Widerstands und dem Eintritt für Menschenrechte in Palästina.
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aphorisma.de/cat…/wir-werden-frei-sein-frei-frei-p-9843.html
Mitri Raheb bei AphorismA: http://aphorisma.de/catalog/advanced_search_result.php…

Glückwünsche zum 30. Geburtstag der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten

Dieses Wochenende findet die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) in Berlin und Frankfurt/Oder an unterschiedlichen wie renommierten Orten statt. Dieser Tage jährt sich zudem die Gründung der Arbeitsgemeinschaft bereits zum 30. Mal. Herzlichen Glückwunsch!
Das Programm der Tagung findet sich hier:
http://www.alg.de/leve…/download_user/einladung-2016_web.pdf

israel & palästina I/2016 erschienen: Jerusalems 'Holy Basin'

Bei AphorismA ist die neue Ausgabe von israel & palästina erschienen, die sich der Zukunft von Jerusalems ‚Heiliger Esplanade‘ (auch als ‚Holy Basin‘ bekannt) widmet. Letztere beschreibt das Plateau der südöstlichen Ecke der Altstadt, das unter anderem den Tempelberg / Haram asch-Scharif umfaßt. Die International Crisis Group unternimmt in ihrer Analyse den Versuch, den ‚Holy Basin‘ als Ausgangspunkt vieler geschichtlicher, religiöser und staatlicher Konflikte in seinen unterschiedlichen Facetten und Deutungsperspektiven zu umreißen und Optionen für ein gewaltminimierendes Reglement an dieser ‚heiligen Stätte‘ anzubieten.
http://aphorisma.de/catalog/israel-palaestina-2016-i-p-9781.html
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