Das war unser 2021

Überblicksbild der 2021 Bücher

aphorisma.eu

… links und rechts von Jerusalem: Georg Rößler: Nicht für Deutsche…? Yad Vashem als Ort und Wirklichkeit (978-3-86575-074-7) — Munter Isaac: Die andere Seite der Mauer. Eine palästinensische Erzählung von Klage und Hoffnung (978-3-86575-089-1) — Conflict Transformation Across Worldviews and Advancing ‚Religious Peace‘ (978-3-86575-380-9) — Reiner Bernstein: Allen Anfeindungen zum Trotz. Deutschland – Israel – Palästina: Meine Bilanz (978-3-86575-094-5) — Viola Raheb: Nächstes Jahr in Bethlehem. Notizen aus der Diaspora (978-3-86575-075-4) — Rainer Stuhlmann: Beherzte Worte aus Jerusalem. Evangelium – verantworten vor Juden und Muslimen (978-3-86575-093-8) — Drei Ausgaben der Zeitschrift des diAK: israel & palästina. Zeitschrift für Dialog.

… Rechts und links von Jerusalem: AphorismA

Vorgänge Nr. 233 | Heft 1/2021

Johannes Feest und Sebastian Scheerer zur letzten Veröffentlichung von Reiner Bernstein

Der würdigende Hinweis in Publikationsorgan der Humanistischen Union schließt:

„Im letzten Kapitel finden sich die Eckpunkte des jüngsten Manifestes zur ganzen Angelegenheit – ‚Two States-One Homeland‚. Auch dieses ist, wie schon die Genfer Initiative, aus den Zivilgesellschaften von Israelis und Palästinensern hervorgegangen.(*) Und hierin liegt wohl die Bedeutung des Lebenswerkes von Reiner Bernstein und zugleich sein Vermächtnis: alle Kräfte zu sammeln, um einen Sinneswandel in Deutschland herbeizuführen und zu einer friedlichen, gewaltfreien Lösung des Konflikts beizutragen. Sei es mit oder ohne Zwei-Staaten-Lösung.“

(*) https://www.alandforall.org/english/?d=ltr

vorgänge Nr. 233 (1/2021), S. 145/146

Reiner Bernstein:
Allen Anfeindungen zum Trotz. Meine Bilanz.


AphorismA Verlag: Berlin 2021, 60 Seiten, € 10,00

Neuerscheinung zu Yad Vashem

Nicht für Deutsche …. ? Yad Vashem als Ort und Wirklichkeit

Das neue Buch von Georg Rößler ist erschienen.

Umschlag Nicht für Deutsche - 978-3-86575-074-7

Photos von Orli Hefetz-Haim

AphorismA Verlag Berlin 2021

272 Seiten | Fadenheftung | Hardcover mit Leporello | ISBN 978-3-86575-074-7 | 30,00 €

Einführungen von Yehuda Bauer, Gil Yaron, Stephan Reimers und Andreas Goetze

Was ist Yad Vashem? Es ist ein Ort, an dem sich eine historische Wirklichkeit materialisiert, deren Gewicht uns mit Stummheit schlagen kann. Gleichzeitig ist es aber auch ein Ort, an dem aktuelle, beredsamere Wirklichkeiten geschaffen und reproduziert werden. Es sind persönliche Erfahrungen von Nachgeborenen, die den Ort entdecken und sinnhaft verarbeiten, aber auch politische und historische Narrative, die sich an diesem Ort kreuzen. Was ist Yad Vashem? Die Antwort ist schwierig. Aber neben allem anderen, Yad Vashem verstört auch.

Georg Rößler stellt sich der schwierigen Aufgabe, persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen zu verschränken. Es spricht die Perspektive einer deutsch und christlich geprägten Identität, die sich von der Shoa hat erschüttern lassen, und nun nach einer Sprache sucht, die um die Vermittlung und Verständlichkeit des israelischen Erinnerungsnarrativ bemüht und der Versöhnung verpflichtet ist.

Das Buch ist vieles zugleich: Es ist ein Lesebuch, welches das Ringen nach Worten eines geschichtsbewußten Subjekts dokumentiert, das aus dem Land der Täter kommt und in Israel ein zu Hause gefunden hat. Es ist ein Text, der über historische und gesellschaftliche Zusammenhänge aufklärt. Und es ist ein ungewöhnlicher Reisebegleiter, der für einen (neuerlichen) Besuch Yad Vashems eine Bereicherung sein dürfte. Eine ausfaltbare Karte bietet den Besuchenden und Lesenden Orientierung. Detailphotographien von Orli Hefetz-Haim sorgen für den Eindruck einer Stille, an die bei so vielen Worten erinnert sein soll.

Nicht für Deutsche ...? Aufgeschlagenes Buch

Leporello als Beilage:

Bunte Gemeinde in einer alten Synagoge

Noch ein Jahr wird der Film von Andreas Roth für den BR, der am 16. Mai 2021 im Fernsehen zu sehen war, in der ARD-Mediathek zu sehen sein.

Nicht nur, weil ein Teil der Aufnahmen bei uns im Büro entstanden ist, sondern auch weil unser Verlagsprogram gleich zweifach mit der Berliner Synagoge am Fraenkelufer verbunden ist, empfehlen wir den Beitrag.

Erschienen ist bei uns ein Band zur Geschichte der Tochter des Architekten der Synagoge Beate Hammett und ihrer Flucht im Kinderotransport nach England: Schritte über den Abgrund, in dem auch ausführlich über das Projekt eines Jüdischen Zentrums Fraenkelufer berichtet wird.

Aufbruch am Ufer – Berlin (AphorismA) 2020 – 64 Seiten | Hardcover mit Beilagen | ISBN 978-3-86575-064-8

und die deutschen Veröffentlichungen von Mati Shemoelof:

92 Seiten | Deutsch-hebräische Ausgabe | Hardcover | ISBN 978-3-86575-076-1

Bagdad – Haifa – Berlin

52 Seiten | Geheftet | ISBN 978-3-86575-592-6 | Reihe: Kleine Texte 92
30 Seiten | Geheftet | ISBN 978-3-86575-584-1 | Reihe: Kleine Texte 84

Unterwegs – am Freitag

Veröffentlicht am von aphorisma

Jeden Freitag posten wir hier – und schon seit längerem auf Instagram – eine Station, ein Bild vom unterwegs sein links und rechts von Jerusalem


… auf dem Weg in den Süden, nach Hebron/al-Khalil, sind wir in der letzten Woche bis Mamre gekommen, Sarah und Abraham bewirten die Engel.

Jetzt geht es weiter in die Altstadt. Es ist Ramadan, eigentlich und uneigentlich… In Jerusalem zeigt gerade in diesem Monat die Besatzungsmacht, wer in Ost-Jerusalem das sagen hat. Und hier in dieser Stadt stoßen die Wirklichkeiten und die Narrative schon lange so hart aufeinander, wie sonst kaum im ‚Heiligen Land‘ – welches Bild also zeigen?

Die leeren Straßen, die vermauerten Bögen, die Zäune, die Soldat:innen? Auch in all dem noch immer Unversöhnten, ist die Altstadt von Al-Khalil/Hebron doch eine der schönsten, auch wenn man/frau dafür einen Monment anderes vergessen muß, auch wenn es nicht geht. Die Matriarchen und Patriarchen dieses Ortes aber werden dereinst auch hier als gemeinsames Erbe, bei aller Unterschiedlichkeit der Deutungen, gefeiert / erinnert werden. Hier ist Platz für alle.

… bis nächste Woche, dann an anderer Stelle zwischen ‚Meer und Fluß’…


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Zu Hebron gibt es auch bei AphorismA zwei Publikationen von Ulrike Bechmann:

Zitat am Dienstag

Jeden Dienstag posten wir hier – und schon seit längerem auf Instagram – ein kleines Zitat – zur Inspiration, zum Nachdenken, als Einladung zum Gespräch …

Ziat am Dienstag Marc Ellis



Auch das heutige Zitat stammt wieder aus dem bei AphorismA erschienenen Band: ‚Recht ströme wie Wasser – Gedanken für jeden Tag des Jahres’… aus Bibel, Talmud, Koran und vielen anderen Quellen ‚rechts und links von Jerusalem‘ … im Laufe des Jahres werden wir auch aus anderen unserer Bücher und Veröffentlichungen Kostproben ‚zum Appetit machen‘ anbieten …

AphorismA – ISBN 978-86575-059-7 – 240 S. – Hardcover mit Leseband – 10,00 €

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Yom HaShoa | 2021

Zum heutigen Tag, der im hebräisch-jüdischen Kalender der Tag der Erinnerung an die Shoa ist, teilen wir, was unser Autor Mati Shemoelof aus diesem Anlaß gepostet hat:


#HolocaustRemembranceDay
A musical reading of the poem –„Ich bin juden dicthar“ –

A jam i did with the musician Gidi Farhi in the German radio Deutschlandfunk Kultur studio

The poem was published in my seventh poetry book that was translated into German „Bagdad | Haifa | Berlin“ (AphorismA Verlag 2019).

Eine musikalische Lesung des Gedichts ′′ Ich bin juden dicthar ′′ – Ein Jam, den ich mit dem Musiker Gidi Farhi im Studio von Deutschlandfunk Kultur gemacht habe.

***

Das Gedicht erschienen in seinem siebten Gedichtband: ′′ Bagdad | Haifa | Berlin ′′ (2019).

Musik für die Augen

Wir blättern in den Büchern, die wir in den letzten Jahren machen konnten:
Das heutige Zitat stammt aus dem 2018 bei AphorismA erschienenen Band
„Musik für die Augen – Schrift als Wahrnehmungsraum“, der besonders durch die Kalligraphien von Shahid Alam zu Tora, Bibel und Koran besticht.

AphorismA – ISBN 978-86575-072-3 – 164 S. – 10,00 € Schutzgebühr (Hardcover)

Aus der Bilanz wurde ein Vermächtnis

Gerade hatten wir ihm, der schon schwer erkrankt war, noch seine neue Veröffentlichung zugeschickt: Allen Anfeindundungen zum Trotz.

Der Text, der eine Bilanz des lebenslangen Bemühens von Dr. Reiner Bernstein um Verständigung in und mit Israel und Palästina ist, wurde durch den Tod den Autors am 18. Februar 2021 zu seinem Vermächtnis:

„Kein Friede für Israel, ohne Friede für die Palästinenser.
Kein Frieden für die Palästinenser, ohne Frieden für Israel.“

Allen Anfeindungen zum Trotz -Bilanz

Czernowitzer Poesie

Die Berliner Zeitung hat eine Serie begonnen, in der die Schriftstellerin Tanja Langer kleine Porträts von Dichterinnen und Dichtern aus Czernowitz versammelt. Den Anfang macht dabei Itzig Manger, der Prinz der jiddischen Ballade, wie es über ihn hieß.

Straßenpflaster in Czernowitz 2019
Straßenpflaster im heutigen ukrainischen Czernowitz (Chernivtsi)

„My dear Roisele“, so die Briefanrede Mangers an Rose Ausländer, auch eine Czernowitzer Dichterin. So lautet deshalb auch der Titel eine Buches über Jiddische Dichter der Bukowina, das es bei AphorismA gibt.

Umschlag Jiddische Dichter aus der Bukowina